"Sinnvolle" Kommunikation | Vom Like zum Lead: Audiences ⋆ 42ponies*

„Sinnvolle“ Kommunikation | Vom Like zum Lead: Audiences

Vonall42ponies 4 Monaten zuvorKeine Kommentare
Home  /  Blog  /  „Sinnvolle“ Kommunikation | Vom Like zum Lead: Audiences
Grundsätzlich sollte jede Kommunikation einem Ziel dienen. Und zwar einem belastbaren und – * Achtung, Lieblingswort* – sinnvollen Unternehmensziel. Trotzdem wird dieser Fakt gerne mal vergessen.  Kurzfristige und nicht ganz zu Ende gedachte Aktionen sind an der Tagesordnung. Und von der berühmt-berüchtigten 360°-Kommunikation (auch gerne als integrierte Kommunikation, Multi- oder Omni-Channel Marketing in Verruf) sind wir dann schnell ganz weit weg.

Wir bei den 42ponies* finden nichts schlimmer als verschwendete Zeit, verschwendetes Geld und vor allem sinnbefreite Kommunikation.

In unserer Reihe „Sinnvolle Kommunikation“ widmen wir uns heute dem Thema „Audiences“.

Unternehmensziel, das – Substantiv, Neutrum: Das Unternehmensziel ist ein Ziel, das sich eine Organisation selbst setzt, beispielsweise Rentabilität, Absatzsteigerung oder Anlageerträge. Diese Ziele bilden die Grundlage, auf der die strategische und operative Politik des Unternehmens basiert.

sinnvoll – Adjektiv: durchdacht und zweckmäßig; vernünftig

Denn sie wissen nicht, mit wem sie reden

Klar. Dass es für ein Unternehmen ziemlich wichtig ist zu wissen, an wen man seine Produkte verkaufen will, ist ein No-Brainer. Trotzdem kommt auf die Frage nach der Zielgruppe oft die Antwort: „alle“. Aber selbst wer – sorry für das sehr triviale aber alltägliche Produktbeispiel – Toilettenpapier anbietet, das natürlich eine hohe Nachfrage hat: gekauft wird DIE EINE Sorte oder DAS EINE Produkt nur von bestimmten Personengruppen … Und die gilt es zu identifizieren und anzusprechen.

Eine intensive Beschäftigung mit der potenziellen Kundschaft und deren Segmentierung in kleinere Ziel- oder Interessengruppen macht es durchaus leichter und „sinnvoller“, spezielle Produkteigenschaften herauszuheben und an Mann und Frau zu bringen. In unserem Beispiel: Ökologisch vs. Komfort – oder gar beides in Kombi etc. Denn wir hören es immer wieder, wissen aber aus unserem eigenen privaten und beruflichen Alltag: Erfolgreiche Kommunikation ist im Regelfall möglichst relevant – und Relevanz leitet sich vom Mehrwert beim Empfänger der Kommunikation ab.

Wie finde ich also heraus, wen ich eigentlich ansprechen will? Da gibt es viele Optionen: klassische Marktforschung, Befragung oder Auswertung meiner bestehenden Kunden, um demographische oder interessenbasierte Muster zu erkennen, Analyse der demographischen Daten meiner Webseiten-Besucher, Social Media Monitoring nach bestimmten Keywords … – um nur einige zu nennen.

Zielgruppe oder Interessengruppe kann Gleiches meinen. Eine Unterscheidung bzw. ein gemeinsames Verständnis ist jedoch hilfreich. Wir nutzen die Begriffe folgendermaßen:

•    Zielgruppe: Sprechen Unternehmen von einer Zielgruppe, dann verbirgt sich oft eine Sortierung nach demographischen und sozioökonomischen Merkmalen dahinter. Diese Segmentierung kann jedoch für manche Fälle etwas zu kurz gegriffen sein.

•    Interessengruppe: Wir bevorzugen diesen Begriff, weil er die psychographischen Merkmale mit einbezieht, also Interessen und Werte. Fußball-Fans haben Fußball als Interesse gemeinsam, kommen aber aus allen Schichten und können 0 bis 99 Jahre alt sein.

Hier ein Beispiel:

Möchte ich ein sehr teures Elektro-Sportauto vertreiben, würde ich meine Zielgruppe wahrscheinlich als eher männlich, „ab 18 Jahre“ und wohlhabend beschreiben. Hier sprechen wir allerdings von jeder Menge Menschen. Nehmen wir allerdings noch eine Klassifizierung in Interessengruppen vor, wird diese Gruppe von potenziellen Kunden schon wieder wesentlich spitzer. Eine mögliche Interessengruppe wäre beispielsweise „Technology Early Adopter“, eine weitere wäre „Personen mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein“, noch eine weitere könnten „Sportwagenfans“ sein. Jede dieser Interessengruppen kann mit eigens für sie passenden Inhalten angesprochen werden.

Interessenbasiertes Targeting ist inzwischen dank Werbeplattformen wie Google AdWords oder Facebook Ads bis ins kleinste Detail möglich. Besonders Facebook bietet unserer Meinung nach aktuell die kosteneffektivsten digitalen Werbeoptionen auf dem Markt.

Action, bitte

Neben den Begriffen „Zielgruppe“ und „Interessengruppe“ arbeiten wir auch mit „Audience(s)“. Audiences definiert man aktiv, baut sie auf und hat sie dann „greifbar“, um darauf basierend Customer Journeys zu definieren, Advertising und Retargeting zu betreiben und Prozesse zu optimieren. Audiences speisen sich natürlich aus den Informationen und Überlegungen, die ich mir bei Ziel- und Interessengruppen gemacht habe. Sobald diese dann tatsächlich in so genannte Subsets von Usern oder in Adress-Listen umgewandelt wurden, sprechen wir von Audiences. Diese kann ich dann bei Bedarf mit wenigen Klicks „aus der Schublade holen“ – und entweder gezielt Ads mit einer speziellen Botschaft an sie ausspielen oder sie eben auch für bestimmte Kampagnen ausschließen.

Ich habe einen Newsletter-E-Mail-Verteiler? Das ist eine Audience. Ich kann durch den Facebook-Pixel Warenkorbabbrecher ansprechen? Das ist auch eine Audience. Ich kann mir auf LinkedIn alle meine Kontakte inklusive E-Mail-Adressen exportieren? Yep, eine Audience!

Besonders auf Facebook lassen sich ganz wunderbar Audiences erstellen und einsetzen.

Saved Audiences (Zielgruppen und/oder Interessengruppen): Quasi auf der grünen Wiese kann man bei Facebook unglaublich spezifisch festlegen, wen man mit seinen Inhalten erreichen möchte. Zum Beispiel: 19- bis 23-jährige Mütter mit Kindern unter zwei Jahren im Zehn-Kilometer-Umkreis von München, die HIPP, Milupa, Pampers, windeln.de oder noch ein paar andere Interessen auf Ihrem Facebook-Profil angegeben haben. Das schrumpft zwar auf den ersten Blick meine Audience auf einen sehr kleinen Kreis von 1.500 Personen. Diese 1.500 Personen sind jedoch für meine Marke extrem relevant. Und im Idealfall sogar vice versa: mein Produkt für sie.

Custom Audiences: Facebook bietet mir die Möglichkeit, eine Reihe so genannter „Custom Audiences“ anzulegen. Diese Audiences bestehen aus den (anonymisierten) Daten, die man Facebook über seine Kunden oder bereits bestehenden Geschäftskontakte liefern kann. Eine Custom Audience kann auf Basis der Webseiten-Besucher (hierzu muss allerdings der Facebook-Pixel auf der Seite implementiert sein), einer E-Mail-Datendatei, eines Mailchimp-Connects oder eines Connects mit einer mobilen App erstellt werden. Custom Audiences sind das perfekte Mittel für gezieltes Retargeting. Denn durch den Pixel tracke ich das bestehende Interesse an meinem Angebot oder meinem Produkt und muss mein Produkt in meiner gezielten Bewerbung nicht noch einmal erklären. Denn diese Gruppe „kennt mich schon“.

Lookalike Audiences: Wie der Name schon verrät, sprechen wir hier von Personen, die einer bestehenden „ähnlich sehen“. Facebook vergleicht hierfür eine bereits angelegte Audience und identifiziert die gemeinsamen Faktoren der Menschen in dieser Gruppe. Dann baut Facebook eine neue Audience auf, die ähnliche demographische Merkmale oder Interessen hat wie die Ursprungs-Audience, und rechnet diese je nach Wunsch und Definition durch mich auf ein bis zehn Prozent der Facebook-Nutzer des jeweiligen Landes hoch. Lookalike Audiences sind ein guter Weg, um neue Kunden möglichst effektiv zu erreichen, die aber ähnlich ticken wie meine „Stammkunden“.

Sobald man Audiences erstellt hat, kann man ganz gezielt Kommunikation relativ komfortabel ausspielen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, gewisse Gruppen ausschließen, um die Streuverluste möglichst gering zu halten, oder bei Webseiten-Besuchern oder Warenkorb-Abbrechern nachzuhalten. Oder man wertet aus, optimiert, kombiniert und adaptiert, was das Zeug hält.

 

Gib mir die Zusammenfassung!

Know your peeps. Das A, O und auch alle anderen Buchstaben sinnvoller Kommunikation ist der Über- und Einblick in Deine Gesprächspartner. Dabei gilt es: Verstehe Deine potenziellen Kunden von Zielgruppe bis hin zu Interessengruppe. Bastle darauf aufbauend Audiences. Und nutze diese schlussendlich bewusst, aktiv und vor allem smart. 😉

In diesem Sinne – wie ein Spruch eines unserer Lieblingskunden so trefflich auf den Punkt bringt: Gießkanne ade!

Merken

Merken

Merken

Merken

Categories:
  Blog, Content, Facebook, Social Marketing, Social Media
this post Bisher 0 x
 000

Antworte

Die Email Adresse wird nicht veröffentlicht