„Könnt ihr mich hören?“ Best Practices & Tipps für Live-Videos bei Social Media ⋆ 42ponies*

„Könnt ihr mich hören?“ Best Practices & Tipps für Live-Videos bei Social Media

Vonall42ponies 3 Wochen zuvorKeine Kommentare
Home  /  Blog  /  „Könnt ihr mich hören?“ Best Practices & Tipps für Live-Videos bei Social Media

Live-Videos boomen! Nicht nur bei Facebook, sondern auch bei Instagram und Twitter. Und sie werden von den Plattformen aktuell besonders gepusht.

Aber welche Plattform eignet sich eigentlich für welche Formate? Was muss ich als Marketer bei Live-Videos beachten? Was sollten Brands dabei beachten? Fragen über Fragen. Wir geben Euch heute die Antworten.

Am 09. Oktober besuchten Uli, Valerie, Evelyn und Laurenz das Office von Wayra, Telefónica Deutschlands Start-Up Accelerator. Dort wurde an diesem Abend der Social Media Club München gehostet, um genau zu diesem Thema Input und Inspirationen zu geben: Live Videos! Hier waren die ponies* genau richtig.

Fotocredits: 2017 © Thomas Kiewning / www.bkmediasolutions.de

Gleich zu Beginn wurde das Start-up HIGGS vorgestellt. Das gesamte Event wurde von deren Live-Streaming-Solution, wie könnte es anders sein, live übertragen! HIGGS bietet eine unkomplizierte Lösung für die professionelle Übertragung von Live-Streams und stellt Features wie zum Beispiel das switchen zwischen verschiedenen Kameraeinstellungen zur Verfügung.

Es folgten Vorträge von Lettering Artist Tanja „Frau Hölle“ Cappell, Lutz Staacke, Head of Social Media beim Deutschen Landwirtschaftsverlag, und Bianca Bauer, Communications Manager bei Microsoft.

Live ist Life!

Frau Hölle überträgt als Lettering Artist ihre Sessions und Workshops mit Periscope. Periscope ist eine Live-Streaming-Plattform, die von Twitter integriert wurde und so auch für Brands mit einer großen Follower-Gemeinde im Ausland relevant ist. Den großen Vorteil bei Live-Videos sieht sie in der Live-Interaktion mit ihren Followern, denn als eigene Marke ist ihr die persönliche Interaktion mit ihren Fans besonders wichtig. Während ihrer Sessions beantwortet sie Fragen, geht auf Wünsche ein und kann live Abstimmungen durchführen. Ihre Live-Videos speichert Frau Hölle und stellt sie danach auf YouTube, um deren Reichweite zu verlängern und auch, um den Content zu monetarisieren.

Fotocredits: 2017 © Thomas Kiewning / www.bkmediasolutions.de

„Fachverlage sind keine coolen Social Media Kids.“

Der Deutsche Landwirtschaftsverlag (dlv) experimentiert beim Thema Live-Video mit verschiedenen Formate auf Facebook und Instagram. Von Pressekonferenzen über den „monatlichen Leserschnack“ bis hin zu Kuh-Prämierungen ist alles dabei. Lutz Staacke, Head of Social Media des Verlags, findet, dass man es einfach ausprobieren muss. Es müsse nicht immer perfekt laufen, Pannen kämen vor. All das wäre aber nicht schlimm, sondern wirke bei Live-Videos eher authentisch. Während Frau Hölle ihre Live-Streams alleine durchführt, ist das Social Media Team vom dlv meist zu dritt unterwegs. So könne einer moderieren, einer live vom Smartphone streamen und ein Dritter sich um das Community Management kümmern. Und was soll man tun, wenn man kein „cooles Social Media Kid“ ist? Umso besser, laut Staacke! So habe man ausreichend Freiraum, neue Dinge auszuprobieren.

Fotocredits: 2017 © Thomas Kiewning / www.bkmediasolutions.de

Könnt ihr mich hören? Engagement leichtgemacht!

Wie das Thema „Live-Video“ bei Microsoft Deutschland in die interne und externe Kommunikation integriert wurde, erklärte uns Bianca Bauer. Angefangen mit dem einfachen Live-Stream über das Smartphone, bis hin zum kompletten Videostudio auf der IFA. Die Live-Streams der IFA wurden danach auf YouTube gestellt und die Audiodateien als Podcast bei Soundcloud hochgeladen – Bianca nennt das „Content Recycling“!

Fotocredits: 2017 © Thomas Kiewning / www.bkmediasolutions.de

Welche Möglichkeiten zum Einsatz von Live-Videos gibt es, welche Plattformen bieten sich an und welche nützlichen Anwender-Tipps sind empfehlenswert? Alle Speaker haben sehr praxisnah erzählt. Lutz Staacke berichtet zum Beispiel, dass er jeden Live-Stream mit der einfachen Frage „Hört ihr mich?“ beginnt. Warum? Erstens kann er so checken, ob er tatsächlich gehört wird und zweitens befeuert er durch diese Frage das Engagement auf dem Live-Stream – ganz nebenbei senkt sich dadurch die Hürde für andere Follower, auch unter dem Live-Stream zu kommentieren. Wir ponies* können nun auch aus eigener Erfahrung berichten: es funktioniert! 😊

Zusätzlich ist es für Lutz Staacke wichtig, die Follower durch Fragen wie „Seht ihr das auch so?“ auch während des Live-Streams zur Interkation zu motivieren. Und was tun, wenn während des Live-Streams der Content ausgeht? Unbedingt schon im Vorlauf der Live-Übertragung Fragen von den Usern einholen!

Ein weiteres hilfreiches Learning lieferte Microsoft Communications Manager Bianca Bauer. Für die Videos bei Microsoft existieren zwar meist grobe Storylines und ein paar vorbereitete Fragen, jedoch keinesfalls ein ausformuliertes Script. „Wenn man die Texte vorgibt, geht die Authentizität verloren!“ mahnt sie.

Einen Tipp lieferten jedoch unisono alle Referenten: Kündigt Euren Live-Stream früh genug an! 5 Tage im Voraus sei eine gute Zeitspanne, findet Lutz Staacke.

Hier gibt’s nochmal alle DO´S & DONT´S des Live-Streamings in Stichpunkten:

DO’S DONT’S 
  • Live-Stream früh genug ankündigen
  • Vorab Fragen der Community einholen
  • Technik vorbereiten (Stativ, Mikrophon, etc.)
  • Teilnehmer begrüßen und zur Interaktion aktivieren
  • Fragen beantworten
  • Die User in den ersten Minuten catchen
  • Lieber kurz & knackig als lang & ausschweifend
  • Den Content im Nachhinein über verschiedene Kanäle verlängern
  • Improvisieren
  • Authentisch sein
  • Spaß haben 😊
  • GEMA Musik im Hintergrund laufen lassen
  • Sich von kleinen Pannen aus dem Konzept bringen lassen
  • Die Storyline zu ausführlich festlegen
  • Zu lange streamen
  • Schlechte Bild und/oder Tonqualität

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Learning: Go live!

Live-Videos sind eine gute und sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Videoformaten, da sie wesentlich einfacher und zeitsparender produziert werden können, aktuell durch die verschiedenen Plattformen gepusht werden und ein authentisches Bild vermitteln. Zusätzlich kann man den Content im Nachgang noch super verwerten und über verschiedene Kanäle vernetzen!

Alle Vorträge des Abends könnt Ihr auch nochmal hier Anschauen:
1. Lettering Artist Tanja „Frau Hölle“ Capell
2. Lutz Staacke vom Deutschen Landwirtschaftsverlag
3. Bianca Baur von Microsoft Deutschland

Categories:
  Blog, Content, Social Marketing, Social Media
this post Bisher 0 x
 300

Antworte

Die Email Adresse wird nicht veröffentlicht