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Keine Chance dem Digital Burnout

Vonall42ponies 2 Jahren zuvorKeine Kommentare
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Der Post von Annabelle erschien ursprünglich auf: http://stories.48fwrd.com/.

Wie man mich am besten erreichen kann? Da rattere ich im Normalfall meine Liste runter: Facebook, LinkedIn, E-Mail, Whatsapp, Telefon, Twitter, Instagram, Skype oder Xing. Natürlich könnte ich diese Liste noch beliebig erweitern, auch wenn ich bei einigen Diensten weniger aktiv bin als bei anderen. Ich bin 30 Jahre alt und seit meinem dreizehnten Lebensjahr online. Mit Social Media habe ich angefangen, als es noch AOL-Chaträume gab. Beruflich beschäftige ich mich inzwischen seit mehr als sieben Jahren mit den sozialen Medien: Dabei habe ich in den letzten Jahren digitale Kommunikationsstrukturen für mittelständige und große Unternehmen, national sowie international, aufgebaut und den Menschen dahinter beratend zur Seite gestanden. 2006 hieß das Ganze noch ganz plump das „Mitmach-Web“, weil man kein Programmierkünstler sein musste, um seine Inhalte zu kreieren und zu verbreiten. Mittlerweile sind wir aber kurz davor, es nicht einmal mehr „Social“ Media zu nennen. Warum? Weil das Metier inzwischen so professionalisiert ist, dass sich der Kreis wieder schließt: Social Media ist (jetzt wieder) nur eine einzelne Facette digitaler Kommunikation.

Aus Business-Sicht betrachtet: bin ich ein großer Verfechter davon, dass Unternehmen Social Media sinnvoll und bewusst einsetzen. Facebook einfach nur zu nutzen, um Facebook zu nutzen, ist wenig bis gar nicht zielführend. Wichtig ist die Strategie dahinter, einen Plan, eine Customer Journey. Und eine Kommunikation, die auf allen sozialen Netzwerken so optimieren ist, dass sie die eigenen Unternehmensziele unterstützt. Die Anzahl Eurer Facebook-Fans ist KEIN Geschäftsziel!

Heißt: Als Unternehmen sollte man vor allem in seine Inhalte investieren. Es muss nicht nur professionell aussehen, sondern sich auch so anfühlen und den heutigen Qualitätsstandards entsprechen. Keine verwackelten Handyvideos, keine unterdurchschnittlichen, verpixelten Bilder und – ganz besonders wichtig – kein frustrierend schlechter Kundendienst.

 

Am Rande des Abgrunds: Digital Burnout

Ich habe auf mein eigenes Nutzungsverhalten von Facebook, Twitter und Co. Revue zurückgeblickt. Und mit Erschrecken festgestellt, dass ich in den letzten Monaten haarscharf an einem Digital Burnout vorbeigeschrammt bin. Die ständige Pflege meiner Social-Media-Accounts, das Grübeln, wie welcher Post wohl bei meiner „Zielgruppe“ ankommt, welches Bild die meisten Likes erzielt… Ehrlich: Damit habe ich mir selbst den Spaß geraubt. Natürlich sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Konsequenzen ein Post haben kann. Aber man sollte aufhören, die eigene Eitelkeit über jeden Post entscheiden zu lassen.

Lange Zeit gab es keine neuen (brauchbaren) Apps, keine neuen (wirklich unterhaltsamen) Features. Und die Netzwerke haben sich immer mehr aneinander angeglichen. Am Ende war es ein einziges großes Mash-Up, mit auswechselbaren Inhalten – nur etwas anders verpackt. Die Inhalte selbst wurden auch immer langweiliger. Weil wir alle das Gleiche tun: ein künstliches Online-Image von uns aufbauen. Es gibt tausende von Artikeln, die darüber schreiben wie überstilisiert wir uns auf sozialen Netzwerken darstellen. Wie das unser Selbstbild und das der Gesellschaft beeinflusst. Schön und gut, aber dies ist kein Artikel, der ins gleiche Horn stößt.

 

Zurück zum Spaß

Stattdessen zeige ich euch ein paar neue Trends, Apps und Features, die mir geholfen haben, endlich wieder Spaß mit Social Media zu haben.

  • „Valar Morghulis – alle Menschen müssen sterben“; Game of ThronesSnapchat-169x300
    Was war Snapchat doch für eine Erleichterung. Dass Inhalte nach ihrer Verbreitung plötzlich wieder verschwinden, war ganz neu auf dem Markt, als Snapchat an den Start ging. Man macht einen Schnappschuss und zehn Sekunden später ist er wieder weg. Wir wissen natürlich, dass das nicht wirklich der Fall ist. Jeder kann heutzutage einen Screenshot machen. Aber allein der Anschein, dass unsere Bilder, Videos und Inhalte vergänglich sind, hat ein Umdenken bei uns ausgelöst. Es muss nicht mehr das kunstvoll angefertigte und gut ausgeleuchtete Bild sein. Es darf ruhig ein lustiges 5-Sekunden-Video mit dem neuesten und hässlichsten Snapchat-Filter sein. Und da das Video nicht bis in alle Ewigkeit auf deinem Profil sichtbar ist, kannst du posten so viel und so oft du willst.
  • Video killed the radio star: Video ist das „new normal“
    Ein wirklich gutes Video zu kreieren ist aber ganz schön hart. Videos, die du auf Facebook oder YouTube siehst, sind – wenn sie denn gut sind – in der Regel aufwendig und professionell produziert. Und: vor allem auf Facebook funktionieren Videos ohne Ton. Was langweilig ist. Stimmen und Musik lösen Emotionen aus. Untertitel vermitteln Information. Information ist okay, aber Emotion bringt Spaß. Ich war immer etwas zurückhaltend was das posten von Videos auf sozialen Netzwerken betrifft. Denn ich weiß, wie schwer es ist, gute Videos zu produzieren. Dann aber kam Musical.ly. Und Snapchat. Und Dubsmash. Und Instagram. Vor allem mit Musical.ly hatte ich endlich wieder Spaß mit Audio. Filme dich selbst dabei, wie du zu deinem Lieblingslied deine Lippen bewegst. Die ca. 15-sekündigen Videos bearbeitest du ganz einfach in der App und teilst sie mit der Musical.ly-Community – diese ist nicht nur superkreativ, sondern auch sehr jung. Musical.ly ist momentan bei weitem meine Lieblings-App, um eine gute Zeit mit Social Media zu haben. Findet auch das 42ponies*Team. J Ganz wichtig: spielt die Videos laut ab!
  • Big flashy things have my name written all over them. Well… not yet, give me time and a crayon.“ Doctor Who
    Ja! The Doctor hat hier ganz recht. Auch wenn er zu diesem Zeitpunkt nicht von Snapchat sprach. Was war es für ein tolles Gefühl, endlich Snapchat zu verstehen. Der Rest der Social-Media-Welt ist einfach. Alles ist darauf ausgelegt, möglichst schnell verstanden zu werden. Alles gleicht sich an. Und dann kam Snapchat und plötzlich fühlte ich mich zurückkatapultiert in meine Kindheit, wie ich damals auf meinem Super Nintendo „Donkey Kong“ besiegte. Hochwischen, runterwischen, links, rechts – tippen, halten und weiter wischen. Herauszufinden wie das alles funktioniert, hat etwas gedauert, aber dafür war es umso toller, als ich endlich wusste, wie es läuft.
  • „Das ist mein Platz“; The Big Bang Theory
    Sheldon Cooper hat wie so oft recht – sofern du seinen berühmten Kommentar auf das Live-Streaming überträgst. Der Trend begann mit Meerkat und Periscope und wird dank Facebook Live nun zum Mainstream-Feature. Und ich kann jetzt schon sagen – und das etwas mehr als einen Monat nach dem Start der Live-Streamings – wir werden in Zukunft überschüttet von bedeutungslosen und schlecht gemachten Videos aus dem Leben uninteressanter Menschen. Aber wenn du mal was wirklich Interessantes machst (wie zum Beispiel mit einer kleinen Propellermaschine über die Aran-Inseln fliegen) ist Live-Streaming eine wirklich grandiose Idee. Finde „deinen Platz“ (sorge dafür, dass er relevant und interessant ist) und teile deine Erfahrung. Spaßig wird es für mich vor allem dann, wenn Echtzeit-Kommentare und Likes von meinen Followern kommen.

Ich hoffe und wünsche mir, dass wir Social Media zurückerobern – für den Spaß, den es bringt. Dass wir endlich aufhören, uns in der Perfektion unserer neuesten Profilbilder zu verlieren und stattdessen anfangen wieder zu spielen.

„It does not do to dwell on dreams and forget to live, remember that“. – Albus Dumbledore

 

Categories:
  Facebook, Social Media
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