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Influencer Marketing I The other side of the game

VonUli Piesch 5 Monaten zuvorKeine Kommentare
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„Influencer Marketing“ ist eines der neuen Buzzwords in der Marketing-Branche. Jeder spricht davon, und wer nicht mitmacht, fühlt sich ein wenig out-of-date. Traumberuf der Jugendlichen ist es, YouTuber oder Instagrammer zu werden. Und die neuen Stars sind nicht mehr aus Hollywood, sondern heißen Pamela, Caro, Simon oder Lisa und Lena und kommen aus Hamburg, Karlsruhe oder Stuttgart. Da schütteln viele der über 40-jährigen Marketer den Kopf und fragen sich, was sie von diesem Trend halten sollen. Und ob dieser nicht ebenso schnell wieder vergeht, wie er gekommen ist. Zwar gibt es Blogger und Influencer Relations schon seit längerem, den aktuellen Hype aber erst seit ca. zwei Jahren, und eine Vielzahl an Agenturen eigens für Influencer wurden gegründet. Im Moment wird Influencer Marketing vor allem aufgrund der großen Abmahnwelle durch den Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) in den Medien diskutiert.

Wir von den 42ponies* haben uns daher diesen Trend einmal genauer angesehen und bieten Euch mit unserer Blog-Reihe „Influencer Marketing – Let’s go viral (?)“ einen Leitfaden, wie Ihr Influencer Marketing erfolgreich einsetzen könnt. Als Abschluss unserer Serie möchten wir die andere Seite – jene der sogenannten Influencer – betrachten und haben dafür mit den Schwestern Jules und Maria von dem Interior Blog HERZ&BLUT gesprochen.

 

Influencer, Instagrammer, YouTuber oder Blogger?

Sie sind die neuen Stars. Traumgagen, Reisen in exotische Länder, Einladungen zu VIP Events und daneben ein paar Fotos oder Videos posten – sieht das Leben von Influencern tatsächlich so aus? Was denken Influencer über Fail-Kampagnen von bekannten Social-Media-Stars? Wie sehen sie die Zukunft des aktuellen Hypes der Branche? Wie stehen Influencer zu Kooperationen mit Agenturen und Unternehmen?

Betrachtet man die Vielzahl an Artikeln zu diesem Thema nimmt man schnell an, dass der Marktwert von Influencern als Werbebotschafter rein mit der Zahl der Follower wächst. Nur wenige betrachten den Unterschied zwischen Influence und Popularity. Wir ponies* gehen den Dingen gerne auf den Grund und haben uns daher mal auf die andere Seite des Influencer Marketings angesehen und direkt bei Bloggern nachgefragt. Das Interview führten wir mit den beiden Schwestern Jules und Maria von HERZ&BLUT, einem bekannten Interior Blog aus Berlin, der neben der offiziellen Partnerschaft mit Architectural Digest auch 2016 den Interior-Blog-Award gewonnen hat.

Influencer = Influence versus Popularity?

Der neue Traumberuf für viele Jugendliche ist es, YouTuber oder Instagrammer zu werden. Nur hübsch auszusehen und nette Bilder zu posten macht einen jedoch noch lange nicht zum Influencer. Der Unterschied zwischen „Popularity“ und „Influence“ wird hier leider oft vergessen. Was ist Eure Meinung zu dem aktuellen Hype rund um das Thema Influencer-Marketing?

Jules und Maria: „Diese Frage ist sehr spannend. Wir haben uns darüber schon oft untereinander ausgetauscht. Wir würden uns selbst zum Beispiel nicht als Influencer bezeichnen. Natürlich ist uns bewusst, dass wir mit der Reichweite und unseren Themen eine große Anzahl an Leuten erreichen. In erster Linie ist unser Ziel jedoch schöne Dinge und Orte zu zeigen, die uns beeindrucken. Dank der Social-Media-Plattformen können wir uns nun auch mit einem breiten Publikum darüber austauschen.“

 

Wie ist eigentlich Euer eigener Werdegang? Wie habt Ihr Euren Platz in der Bloggerszene gefunden?

Jules und Maria: „Bis unser Blog und Instragram-Kanal so gewachsen sind, ist einiges passiert. Jules startete den Blog bereits vor acht Jahren. Auch unsere Follower auf Instagram haben sich erst über die Jahre angesammelt. Wir denken, dass vor allem die Mischung aus Homestories, Dingen, die man einfach gerne haben will, als auch die vielen Porträts und Manufakturbesuche sowie Reisen eine besondere Mischung ausmacht, die unser Onlinemagazin auszeichnet. Auch wenn wir heute den Namen nicht erneut wählen würden, ist es uns wichtig Dinge und Orte zu zeigen, die Menschen mit „Herzblut“ machen. Cheesy, aber true! ;)“

 

Gelungene Kooperationen – #coralliebtdeinekleidung oder #milkaschmecktwie? Die zahlreichen Pannen im Influencer-Marketing im vergangenen Jahr wie z.B. #coralliebtdeinekleidung oder erst kürzlich bei #milkaschmecktwie kratzen am Image. Wie sieht für Euch eine gelungene Kooperation mit Unternehmen aus? Was ist dabei zu beachten?

Jules und Maria: „Das sind natürlich richtige Paradebeispiele für Fails. 😉 Wir selbst haben auch schon Quatsch gemacht, den wir im Nachgang korrigieren mussten.

Vertrauen ist hier auf alle Fälle wichtig! Eine Kooperation auf Augenhöhe ist toll! Sprich: nicht jeden Satz zur Freigabe vorab abgeben oder das Produkt in jedes Bild halten zu müssen. So eine Art der Zusammenarbeit mit Unternehmen ist aus unserer Sicht großartig!

Daher sind unsere Top 4 für eine gelungene Kooperation:

1. Gegenseitiges Vertrauen und kreative Freiheiten einräumen. (Wir kennen unsere Follower)

2. Langfristige Kooperationen anstreben. (Das Wiederkehren von Produkten/Brands bereits im Vorfeld vereinbaren)

3. Austausch über Ziele und Erwartungen vor Kooperationsstart.

4. Glaubwürdigkeit beibehalten.“

 

Wie kann Eurer Meinung nach die Identifikation von passenden Influencern für eine Kooperation stattfinden? Aktuell gibt es ja eine Vielzahl an Optionen – über eigene Influencer-Manager im Unternehmen, Online-Portale bis hin zu eigenen Influencer-Agenturen.

Jules und Maria: „Wir werden in den meisten Fällen von PR-Agenturen oder direkt von den Firmen angefragt. Wir vermeiden es, uns bei verschiedenen Influencer-Vermittlungsseiten anzumelden. Die Kooperationen dort sind aus unserer Erfahrung meist sehr mühselig und nicht besonders effizient.“
 

Was ist Eure Meinung zu der immer wieder aufkommenden Authentizitätsfrage im Zusammenhang zwischen Micro-Influencern und Social-Media-Stars, welche einen Milliardenmarkt Online aufbauen? Welche Bedeutung nimmt hier die Community ein?

Jules und Maria: „Wenn man es runterbricht, kann man es vielleicht so sagen: vor ein paar Jahren gab es noch die Stars und Sternchen, die es heute ja immer noch gibt. Danach folgten die It-Girls und heute haben wir eben Influencer und YouTube-Sternchen. Das ist ein interessantes Phänomen, aber vielleicht auch gar nicht so unnatürlich. Printmagazine verlieren immer mehr an Bedeutung. Bilder und Stories und Meinungen verbreiten sich online einfach schneller. Da ist es klar, dass der Boom groß ist. Das Tolle an dem Ganzen ist, das eigentlich jeder per se mitmachen kann und es nicht mehr exklusiv ist. Mit dem Erfolg und steigender Bekanntheit können auch Neider aufkommen. Die Frage nach Authentizität kann jedoch jeder nur für sich selbst beantworten. Wir sagen da ganz klar: Jeder soll sich nach seiner Façon ausleben. Hauptsache man bleibt sich treu.“

 

Influencer-Shopping-Funktion, Influencer Clubs… wohin geht die Reise?

Wie seht Ihr die Zukunft des Influencer Hypes? Ist die Gründung von eigenen Influencer-Clubs seitens der Unternehmen und die aktuelle Einführung der Instagram-Shopping-Funktion eine konsequente Weiterentwicklung?

Jules und Maria: „Unserer Meinung nach haben viele Unternehmen viele Jahre den Bereich Social Media und dessen Bedeutung vollkommen unterschätzt. Der Hype der letzten zwei bis drei Jahre ist enorm. Es mag sein, dass dieser vielleicht wieder abebben wird. Influencer wird es unserer Meinung nach weiterhin geben und sie werden im Bereich Marketing eine feste Größe. Wir denken, dass hier bereits ein Umdenken stattgefunden hat.

Insbesondere Micro-Influencer können Produkte für Special Interests, sei es ein Bio-Putzprodukt bis hin zu Fair-Trade-Waren o.ä., bei einer ganz spezifischen Zielgruppe – nämlich ihren Followern – bekannt machen. Das ist unserer Meinung nach für Unternehmen großartig, denn zuvor war eine so gezielte Werbung und Platzierung von Produkten [außer durch Social Advertising (Anm. ponies*)] einfach unmöglich, da es diese Plattform nicht gab.

Instagram-Shopping ist interessant für Unternehmen, kann aber auch die Gefahr der absoluten „Verwerblichung“ auf Instagram bedeuten. Social-Media-Plattformen wie Instagram sollten und müssen sich in Zukunft insbesondere auf dem deutschen Markt zu Werbeplatzierungen und Anzeigenkennung besser positionieren. Es bleibt also spannend, wo der aktuelle Trend rund um Influencer Marketing führt.“


Vielen Dank, Jules und Maria, für Eure Zeit und den ausführlichen Einblick in die Arbeit von Bloggern. Der Artikel hat Euch neugierig gemacht und Ihr interessiert Euch für Influencer Marketing? Auf unserem Blog könnt Ihr alle Teile der Serie rund um das Thema nachlesen! 😊

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Categories:
  Blog, Influencer Marketing, Social Marketing, Social Media

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