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Influencer Marketing – Let’s go viral (?)

Vonall42ponies 3 Monaten zuvorKeine Kommentare
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„Influencer Marketing“ ist eines der neuen Buzzwords in der Marketing-Branche. Jeder spricht davon, und wer nicht mitmacht, fühlt sich ein wenig out-of-date. Traumberuf der Jugendlichen ist es, YouTuber oder Instagrammer zu werden. Und die neuen Stars sind nicht mehr aus Hollywood, sondern heißen Pamela, Caro, Simon oder Lisa und Lena und kommen aus Hamburg, Karlsruhe oder Stuttgart. Da schütteln viele der über 40-jährigen Marketer den Kopf und fragen sich, was sie von diesem Trend halten sollen. Und ob dieser nicht ebenso schnell wieder vergeht, wie er gekommen ist. Zwar gibt es Blogger und Influencer Relations schon seit längerem, den aktuellen Hype aber erst seit ca. zwei Jahren, und eine Vielzahl an Agenturen eigens für Influencer wurden gegründet. Im Moment wird Influencer Marketing vor allem aufgrund der großen Abmahnwelle durch den Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) in den Medien diskutiert.

Wir von den 42ponies* haben uns daher diesen Trend einmal genauer angesehen und bieten Euch mit unserer neuen Blog-Reihe „Influencer Marketing – Let’s go viral (?)“ einen Leitfaden, wie Ihr Influencer Marketing erfolgreich einsetzen könnt. Als Einstieg starten wir heute mit einem kurzen Überblick.

 

Influenzia – Influencer – What?!

Zwar sind sie derzeit überall im Internet anzutreffen, aber in den Duden haben Sie es noch nicht geschafft.😉 Was also ist überhaupt ein Influencer? Ein Influencer ist ein reichweitenstarker digitaler Meinungsbildner. Er zeichnet sich vor allem durch eine sehr hohe Aktivität und Reichweite aus. Und er brilliert mit digitaler Kompetenz in den Social-Media-Kanälen. Viele Influencer haben zwar einen Haupt-Kanal, bespielen jedoch mehrere Profile gleichzeitig und betreiben zusätzlich oft einen Blog. Aber auch bekannte Journalisten und Prominente sind Influencer und haben ebenfalls eine hohe Reichweite auf ihren Social-Media-Kanälen. Was ist nun der Unterschied zwischen einem Influencer und zum Beispiel einem Prominenten als Testimonial?

 

Der größte Unterschied zwischen Influencern und Stars ist nicht die Reichweite oder Anzahl an Followern, sondern deren (vermeintlich) hohe Glaubwürdigkeit in der Community. Genau jene Authentizität gilt es gezielt einzusetzen und zu bewahren. Bei den ganz Großen der Social-Influencer-Szene kann die Authentizität bei steigender Professionalisierung allerdings schon mal zum Problem werden. Viele Unternehmen setzen daher auf so genannte Micro-Influencer. Zwar haben sie weniger Follower, dafür besitzen sie in der jeweiligen Nische eine umso größere Glaubwürdigkeit

 

Influencer Marketing und Ad-Blocker – oder Flow vs. Break

Was haben nun Influencer mit Ad-Blockern auf sich? Ganz einfach: Die Nutzung digitaler Medien hat sich in den letzten Jahren stark geändert. Konkret auf Online-Werbung bezogen, findet diese meist nicht mehr als vermeintlich „nervendes“ Pop-up oder Banner, sondern direkt „smart integriert“ im Content statt. Beliebte Internet-Browser wie Firefox und Chrome bieten bereits integrierte Ad-Blocker an, was den Erfolg von Content Marketing in den letzten Jahren gesteigert hat. Hier setzt Influencer Marketing an. Influencer verwenden gezielt ihre eigenen Social-Media-Kanäle, um Produkte oder Services zu bewerben oder Markenbotschaften zu kommunizieren und deren Bekanntheit zu erhöhen. Dabei werden Marken-Produkte oder -Services im eigenen Content platziert. Influencer Marketing wird also gegen Geld oder Sachleistungen entlohnt, z.B. Gratis-Produkte im Tausch gegen eine Promotion.

 

Follow4Follow / Like4Like oder gelungene Beziehungsarbeit

Marketingmenschen sind meist zahlengetrieben und vergessen nur allzu schnell bei Kooperationen mit Influencern, dass hier neben der Reichweite auch andere Faktoren für eine gelungene Partnerschaft relevant sind. Content, Reichweite und Community sind jedoch gleich wichtig. Unternehmen setzen beim Influencer Marketing neben der reichweitenstarken Community vor allem auf das Vertrauen dieser in den Influencer für die eigenen Werbezwecke ein. Es geht um Einfluss, nicht nur um Popularität.

Hier ist Marketingabteilungen geboten, ein gewisses Maß an Kontrolle über den Content abzugeben und auf die Expertise der Influencer zu vertrauen. Diese kennen die Vorlieben ihrer Community und wissen genau, welche Bildsprache und welche Tonalität ihre Follower anspricht. Content muss unbedingt zum jeweiligen Profil und „Look-and-Feel“ passen, ansonsten wird die – vor allem seitens des Unternehmens gewünschte – Authentizität und Akzeptanz in der Community ja gar nicht erreicht. Wichtig ist hier: Nicht die Marke und das Unternehmen sind nun mehr selbst der Sender der Werbebotschaft, sondern der Influencer.

Aber wie baut man eine Beziehung mit Influencern auf? Auf wen setzt man am besten? Und wie sieht im Idealfall  eine Kooperation mit Influencern aus, die auf die eigenen Ziele einzahlt? Das lest Ihr in Teil 2 der Serie: Influencer Relations, Influencer Marketing, Influencer Advertising oder doch Blogger Relations?“.

 

Influencer Marketing = #sponsoredby and #werbung?

Kennzeichnungspflicht? Hier herrscht oft Verwirrung seitens der Influencer und der Unternehmen. Über die genauen Regelungen für gesponsorten Content im Netz gibt es aufgrund der letzten großen Abmahnungswelle durch den VSW viel Unsicherheit auf beiden Seiten. Instagram plant gerade ein eigenes Kennzeichnungsmodell für bezahlte Beiträge einzuführen. Denn die Nutzung des Hashtags #ad, #werbung oder #sponsoredby ist nicht ausreichend. Das deutsche Recht (§ 5a VI UWG sowie gegen § 6 I TMG) verlangt eine strikte Trennung von redaktionellem Content und Werbung.

 

Demnach muss der Verbraucher eindeutig darauf aufmerksam gemacht werden, dass es sich um Werbung handelt. Freut Euch auf den 3. Teil „#sponsoredby, #ad – Schleicht sich hier Schleichwerbung ein?“ zur Rechtslage im Bereich Influencer Marketing in Deutschland und gängigen Praxis auf Social-Media-Kanälen.

 

Ausblick | Influencer – Influenzia an Epidemic or Cure?

Wir von den 42ponies* denken jedenfalls, dass die aktuelle Blase rund um Influencer Marketing bald platzt und nur jene Influencer sich durchsetzen werden, die tatsächliche digitale Meinungsbildner sind und echte Glaubwürdigkeit in der Community besitzen. Social-Media-Profile, die mehr einer Dauerwerbesendung gleichen und keinen qualitativen und für die Community relevanten Content bieten, werden schnell wieder an Reichweite verlieren. Ein Zeichen für die Professionalisierung weg vom reinen Buzzword und hin zum Reifungsprozess dieser Branche zeigt sich einerseits in dem vor kurzem gegründeten Bundesverband für Influencer Marketing. Auch Initiativen wie die Facebook-Gruppe „Rettet das Influencer Marketing“ des Fachmagazins W&V setzen sich mit der #echtjetzt Kampagne für genauso professionellen und qualitativ hochwertigen wie spannenden Content und gegen „Dauerwerbesendungen“ ein.

Durch neue Kennzeichnungsfeatures für beworbene Beiträge auf Social-Media-Kanäle, wie es bald bei Instagram eingeführt werden wird, ergeben sich darüber hinaus neue datengestützte Tracking-Möglichkeiten, um den Einfluss der einzelnen Influencer-Marketing-Kampagnen auf die Conversions zu berechnen. Das freut so manches zahlengetriebene Marketing-Herz und uns zielorientierte 42ponies* mindestens genauso. 😊

 

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  Blog, Facebook, Social Business, Social Marketing, Social Media
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