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Cheese, baby! Vom digitalen Fotografieren mit dem Smartphone

Vonall42ponies 4 Wochen zuvorKeine Kommentare
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(c) Simone Naumann Visual Storytelling

2017 wird es 1,2 Billionen Fotos geben. Das ist die in einer von der Bitkom veröffentlichten Studie geschätzte Anzahl an festgehaltenen Momenten dieses Jahr. Nach Adam Riese macht das über drei Milliarden Fotos am Tag.

Mit seiner Aussage „The best camera is the one that‘s with you.“ scheint Foto-Guru Chase Jarvis dabei genau richtig zu liegen: Ganze 85 Prozent der 1,2 Billionen Fotos werden inzwischen mit dem Smartphone gemacht. Auf Platz zwei folgt die Digitalkamera (10,3 Prozent), Platz drei belegt das Tablet mit 4,7 Prozent.

 

Warum Smartphone-Fotografie?

Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit dem Handy können Fotos immer und überall gemacht werden. Die digitale Speicherung der Bilddaten auf dem Smartphone ist nicht nur kostengünstig, Motive können auch super schnell und super easy mit anderen geteilt werden. Und: Man muss nicht erst einen Kurs belegen, um ein halbwegs gutes Foto zu schießen. Heißt nicht, dass Belichtung, Weißabgleich & Co. ausgedient hätten. Aber im Gegensatz zur Digitalkamera werden die Einstellungen am Smartphone erst nach dem Fotografieren vorgenommen. Die besten Tipps und Tricks dafür? Wir ponies* haben da mal was vorbereitet.

 

Sei Up-to-Date, was Apps angeht

Nichts macht – zumindest uns ponies* –­ mehr Spaß, als mit einer neuen App herumzuexperimentieren. Was ist der Hot Stuff“ rund um Smartphone-Fotografie?

 
PHOTOSHOP EXPRESS UND PHOTOGRID
Von Grundtools wie „Drehen“ oder „Schneiden“ über Kontrast und Belichtung, bis hin zu einem eigenen Wasserzeichen auf den Fotos, ist man mit beiden Apps gut bedient. Trotz umfassenden Korrekturtools sind beide Apps (PS EXPRESS/ iOs | PHOTOGRID/iOs) kostenlos!

 
GIPHYCAM
Aus dem Ponyhof nicht mehr wegzudenken, denn manches lässt sich einfach nicht in einem Foto festhalten!

Zum Beispiel meine Denkerpose beim Schreiben dieses Blogposts.

 

Zusätzlich hält die GIPHYCAM noch coole Filter bereit. Für jeden, der mal ein bisschen mehr Glitzer in seinem Leben haben möchte …
 

 

 

MSQRDE, SNOW, SNAPCHAT & CO.

Live-Filter, hach, ein herrliches Spielzeug. Coole Live-Filter gibt’s bei Instagram, Snapchat aber auch bei Apps wie MSQRDE oder SNOW. SNOW hat den Ponyhof zum Wackeln gebracht – es gibt mehrere Unicorn-Filter.
  

ROLLWORD-TINY PLANET

Die ganze Welt in der Hosentasche? ROLLWORD-TINY PLANET macht’s möglich und das ganz umsonst. Mit der App lassen sich verblüffende Aufnahmen machen – ein schöner Sonnenuntergang, eine Skyline … Die Devise heißt ausprobieren!
 

 

 BOOMERANG
„Wie ein Boom, Boom, Boom, Boomerang komm‘ ich immer wieder bei dir an“ – sang Blümchen, heute Jasmin Wagner, in den 90ern. Wir auf dem Ponyhof lieben die gleichnamige App und bekommen gar nicht genug von den kurzen Videos, die sich immer wieder wiederholen.

Doch der Boomerang-Effekt ist nicht das einzige, womit man schnöde Videos aufpeppen kann: Die App SLO-PR bietet eine Slow-Motion-Funktion, Zeitraffer-Effekte liefert INSTANT LAPSE. Für ganz Verrückte gibt’s die App REVERSE-VID. Der Name ist Programm.


 

 Informiere Dich ab und an über Gadgets …

… wie zum Beispiel Smartphone-Objektive. Diese werden direkt vor die Smartphone-Linse geklemmt und geben dem Handy zurück, was der Natur der flach, flacher, am flachsten Geräte von heute eher widerspricht: eine ausgeklügelte Linsenkonstruktion für mehr Spielraum beim Fotografieren.Was natürlich nicht heißt, dass die Linse im Smartphone ausgetauscht wird – die Linse bleibt. Was auch bleibt ist demnach die Bildqualität. Lediglich das Blickfeld der Kamera verändert sich.

Wie? Seht selbst:

 
 

Doch damit nicht genug. Auch mit 360*-Kameras lassen sich super Fotos schießen, die garantiert den ein oder anderen Follower generieren. Einziger Makel, 360*-Fotos lassen sich aktuell noch nicht auf alle Plattformen hochladen.

 

 

 

 

 

 

 

Wem das nicht reicht, better try DxO! Die DxO ONE ist miniklein, bietet aber Profiqualität. Einmal mit dem Smartphone verbunden, stehen alle herkömmlichen Kameraeinstellungen einer Spiegelreflexkamera zur Verfügung. Das Ergebnis ist wow! Bilder in Wahnsinns-Qualität (1“Zoll, 20,2 Megapixel, f/1.8 Lichtstärke) können dann stolz bei Instagram & Co. präsentiert werden.

 

 

 

 

 

Und was sagt der Profi?

Weil ponies* lernfähige und lernwillige (!) Wesen sind, haben wir noch Simone Naumann kontaktiert und befragt. Die Fotografin und DigitalMediaWoman hat ein aufschlussreiches Buch über Smartphone-Fotografie geschrieben …

 

42ponies*: „Was ist Dein ultimativer Tipp für ein gutes Smartphone-Foto?“

Simone: „Oh, es gibt es so viele gute Tipps, die schnell zu guten Bildern verhelfen. Das allerwichtigste zuerst, die Linse putzen. Immer wenn ich dies sage, entsteht ein kurzer Moment, wo meine Kunden und Kursteilnehmer mich ganz schräg anschauen. Aber es ist wirklich so. Eine Runde putzen vorab hat schon manchen Bildmotiven zu mehr Glanz verholfen. Dann nimm Dir ein bisschen Zeit, bevor Du abdrückst und checke, ob wirklich alles passt bei Deinem Motiv. Manchmal hilft schon ein Schritt nach rechts oder links, um dem Motiv einen anderen, vielleicht besseren Platz zu geben.“

 

42ponies*: „Was ist aktuell Deine Lieblings-App? Wieso?“

Simone:Camera+ finde ich super, ganz besonders der Makromodus ist super für die Aufnahmen von kleinen Motiven. Oder Hydra, um weitentfernte Motive nah ran zu holen.

Für mich persönlich ist auch die Lightroom Mobile App vanz wunderbar für Bildverwaltung, Bildbearbeitung und auch zum Fotografieren. Diese Kamera-App bietet verschiedene Einstellungsmöglichkeiten von Automatikmodus bis hin zur manuellen Einstellung.
Wer ein Adobe-Abo besitzt, kann seine Aufnahmen noch automatisch mit der Desktop-Variante synchronisieren lassen. Sobald man im W-Lan ist, werden Smartphone Aufnahmen automatisch auf den PC oder Laptop abgelegt. Ganz ehrlich, wer wünscht sich das nicht? In unserem nächsten Smartphone-Fotografiebuch, von Ulrich Dorn und mir, wird das Thema „Adobe Lightroom Mobile“ ausführlich beschrieben. Das Buch wird im Oktober erscheinen.“

 

42ponies*: „Was hältst Du von aktuellen Gadgets wie Smartphone-Objektiven, 360*-Kameras und Co.?“

Simone: „Oh, sehr viel. Es gibt so viele Gadgets, um gute Bilder zu machen und einfach Spaß zu haben. Darum geht es ja auch in der Smartphone-Fotografie: Spaß und Kreativität.
Es stellt sich aber auch die Frage, was man gern fotografiert und wo man die Bilder veröffentlichen will.

Kleine Teleobjektive zum Beispiel sind toll für Porträts oder Produktaufnahmen. Ich hatte anfänglich viele davon, die wirklich Guten sind allerdings teuer. In Zukunft werden die Brennweiten wohl mehr über die Kamera-Apps gesteuert.
Bei Lightroom Mobile zum Beispiel und auch bei anderen Kamera-Apps ist das bereits integriert und man kann zwischen Weitwinkel und Tele wählen. Das iPhone 7 Plus hat dafür zwei Objektive eingebaut, sehr empfehlenswert.“

 

42ponies*: „Was ist Dein Must-Have-Gadget beim Fotografieren?“

Simone: „In meiner Tasche ist ein Selfiestick, nicht für Selfies sondern für ungewöhnliche und besondere Perspektiven, ein Stativ, eine kleine Lampe, ganz wichtig ist dann der Fernauslöser. Und nicht vergessen: eine Powerbank. Der Strom darf niemals ausgehen.“

 

Genug geplaudert! Zeit, um loszulegen! Ihr iPhoneografen, Snapper und Instagrammer – jetzt liegt’s an Euch! 

 

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Headerbild: © Simone Naumann

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